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Translationale Forschung

Gynecologic Cancer Unit (CCC-GCU)
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Ein translationaler Forschungsschwerpunkt liegt in der primären und sekundären Prävention des Zervixkarzinoms. Die bedeutende Rolle der Medizinischen Universität Wien in der Evaluierung neuer humanes Papillomavirus(HPV)-Vakzine soll weiter forciert werden. Die derzeit laufenden translationalen Forschungsprojekte im Bereich der Evaluierung einer neuen medikamentösen Therapie zervikaler intraepithelialer Neoplasien (Präkanzerose des Zervixkarzinoms) werden derzeit um österreichweite und multinationale Kooperationsprojekte erweitert.

An der Abteilung für Onkologie der Universitätsklinik für Innere Medizin I hat die translationale Forschung einen zentralen Stellenwert. Es hat sich in den letzten Jahren eine signifikante publikatorische Aktivität auf diesem Gebiet entfaltet. Die Bandbreite der Themen und Methoden reicht von der Entdeckung und Charakterisierung einzelner Tumorsuppressorgene über Screening von Patientenmaterial zwecks Identifikation neuer prognostischer und therapeutischer Marker bis zur präklinischen Entwicklung neuer Therapien. Diese mannigfaltige Tätigkeit kann im Rahmen des Subzentrums weiter ausgebaut werden und die Zusammenarbeit sowie Synergien mit anderen Gruppen innerhalb des CCC-GO entwickeln und forcieren. Die enge Vernetzung eines CCC Subzentrums könnte zu einer wesentlichen Steigerung des wissenschaftlichen Outputs auf dem Gebiet der translationalen gynäkologischen Onkologie führen.

Ein Schwerpunkt translationaler Forschung (Universitätsklinik für Strahlentherapie) ist die Entwicklung und Erprobung neuartiger Strahlentherapietechnologien. Im Bereich der 3D- bildgestützten adaptiven Strahlentherapie ist die MUW derzeit weltweit führend und entwickelte und koordiniert die größte dazu laufende akademisch klinische Studie. Die Weiterentwicklung zur 4D (adaptiv in der Zeit) bzw. 5D (biologische Bildgebung) ist die Hauptzielrichtung der gegenwärtigen Forschungsgruppen. Primäre Ziele sind die Erhöhung der lokalen Kontrolle und Senkung der strahleninduzierten Nebenwirkungen. Sekundäre Ziele sind die Entwicklung von ökonomischen und klinisch besser anwendbaren Methoden, die sich auch in anderen Spitälern Europas, Nordamerikas sowie Asien und Südamerikas durchführen lassen.

Ein weiterer Schwerpunkt translationaler Forschung, ist die Entwicklung und Erprobung neuer bildgebender Verfahren im zellulären bzw. subzellulären Bereich (Molekulare Bildgebung, Leitung Prof. T. Helbich; Universitätsklinik für Radioidagnostik, Leitung Univ. Prof. Dr. C. Herold). Es stehen dafür die verschiedensten bildgebenden Verfahren wie CT, MRT, PET bzw. optische Verfahren und deren Kombinationen (z. B. PET-CT, PET-MRT) zur Verfügung. Letztendlich geht es um die Entwicklung von bildgebenden Verfahren, die eine frühzeitige Diagnose und optimales Therapiemonitoring ermöglichen. Die Identifikation von durch die Bildgebung gewonnenen Biomarkern (Biomarker-Imaging) spielt dabei eine große Rolle. Die enge interdisziplinäre Zusammenarbeit mit den oben genannten Institutionen ist wichtig und ermöglicht die Umsetzung der „P4-Medizin“. 

Ein wichtiges Ziel des Subzentrums ist darüber hinaus die Weiterbildung und Karriereentwicklung junger Wissenschaftler auf dem Gebiet der translationalen Onkologie gehören. Durch die Zusammenarbeit der Kooperationspartner wird ein umfassendes „bench-to-bedside“ Trainingsprogramm in translationaler Onkologie geboten sowie die Entwicklung und Durchführung von hochwertigen Forschungsvorhaben möglich. Dieses Programm wird unter anderem versuchen „Translational Research Fellowships“ gemäß den Statuten der „European Society for Medical Oncology“ (ESMO) zu etablieren und entsprechende Förderungen zu generieren, um den internationalem Austausch junger Wissenschaftler zu fördern.