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Brustrekonstruktion

Brustgesundheitszentrum (CCC-BGZ)

Brustrekonstruktion

Heute ist in der Mehrzahl der Fälle eine brusterhaltende Chirurgie des Brustkrebses möglich. Bei vielen Frauen müssen jedoch – abhängig von der Lage des Tumors und seiner Ausdehnung  - große Teile des Brustgewebes bis hin zur kompletten Brust entfernt werden. Die Fortschritte, die in den letzten Jahren auf dem Gebiet der Plastischen Chirurgie erzielt werden konnten, ermöglichen heute aber eine Wiederherstellung der Brust, die in sehr vielen Fällen auch ästhetisch zufriedenstellende Ergebnisse bringt.

Man unterscheidet zwischen zwei Zeitpunkten der Rekonstruktion:

  1. Die Sofortrekonstruktion1, die im Zuge der Tumorentfernung vorgenommen wird und
  2. die Sekundärrekonstruktion2. Das ist ein Verfahren bei dem der Wiederaufbau der Brust zu einem späteren Zeitpunkt vorgenommen wird.

Bitte besprechen Sie mit Ihrer ChirurgIn welche der beiden Möglichkeiten in Ihrem speziellen Fall die geeignetere ist.

Die Sofortrekonstruktion ist vorteilhaft, weil sie der PatientIn eine zusätzliche Operation erspart. Zusätzlich ist die chirurgische Präparation aufgrund von fehlendem Narbengewebe schonender möglich ist. Dennoch gibt es Umstände, unter denen eine Sofortrekonstruktion nicht durchgeführt werden kann wie z.B. beim „inflammatorischen Mammakarzinom“, einer besonderen und seltenen Art des Brustkrebses.

Die Sekundärrekonstruktion der Brust ist auch nach Wochen, Monaten oder Jahren nach der Brustamputation und ohne Verschlechterung des kosmetischen Ergebnisses im Vergleich zur Sofortrekonstruktion möglich. Diese wird überwiegend dann durchgeführt, wenn die Patientin nicht rechtzeitig über die Möglichkeit der Rekonstruktion informiert wurde oder sich zum Zeitpunkt der Brustamputation noch nicht für eine Wiederherstellung entscheiden konnte.

Es gibt zwei verschiedene Verfahren bzw. die Kombination dieser Verfahren mit denen die Brust rekonstruiert werden kann. Die Wahl der Methode hängt von der Menge und der Qualität der verbliebenen Haut und des Weichteilgewebes, der Größe der gesunden Brust, vom Körpertyp aber auch vom allgemeinen Gesundheitszustand und vom Lebensstil der PatientInnen ab.

  1. Verwendung von Eigengewebe1
  2. Verwendung von Implantaten2
  3. Verwendung von Eigengewebe und Implantat3

Auch hier empfehlen wir Ihnen, mit Ihrer ChirurgIn zu besprechen, welches Verfahren in Ihrem Fall das beste ist.

Bei der Brustwiederherstellung mit Eigengewebe wird Gewebe vom Rücken oder Bauch, seltener auch vom Gesäß, verpflanzt. Sie ist daher mit zusätzlichen Narben im Bereich der Entnahmestelle des Eigengewebes verbunden, hat aber den Vorteil, dass kein körperfremdes Gewebe zum Einsatz kommt.

Der Vorteil von Implantaten ist der deutlich geringere operative Aufwand, das geringere Operationsrisiko und die Möglichkeit der individuellen Größenanpassung der Implantate. Zusätzlichen Narben entstehen nicht. Gegenüber der Eigengeweberekonstuktion haben die Implantate den Nachteil, dass mit späteren Operationen für Prothesentausch bzw. Kapselkorrektur gerechnet werden muss.

Hierbei handelt es sich um die Kombination der Eigengewebsrekonstruktion (Lappenplastik) und einem Brustimplantat. Diese Rekonstruktion kommt dann zum Einsatz, wenn bei alleiniger Verwendung des Eigengewebes keine ausreichende Brustgröße erreicht werden kann. In diesem Fall wird dann unter die Lappenplastik zusätzlich ein Implantat eingesetzt.

Das Brust-Team der Plastischen Chirurgie am CCC-BGZ

Univ.-Prof. Dr. med. Christine Radtke, MBA, FEBOPRAS

Leiterin der Klinischen Abteilung für Plastische und Rekonstruktive Chirurgie

Assoz. Prof. Priv. Doz. Dr. Werner Haslik

Stv. Leiter Brustrekonstruktion, Stv. Leiter rekonstruktive Lymphödemchirurgie